Urs Meier „Hansi Flicks Beziehung mit FC Bayern ist beendet“

Urs Meier - Copyright: SPORT1
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Armin Veh empfiehlt in „Der CHECK24 Doppelpass“ Hansi Flick als Löw-Nachfolger.

Urs Meier, früherer WM-Schiedsrichter, über das nicht gegebene Last-Minute-Tor für Leipzig gegen Hoffenheim: „Die Spielregeln besagen ganz klar: Ein Tor, das mit der Hand erzielt wird, zählt nicht.“

18.04.2021 – PM Sport1 / SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Armin Veh, Ex-Trainer u.a. von Frankfurt und Stuttgart, hat sich in „Der CHECK24 Doppelpass“ auf SPORT1 unter anderem über die Zukunft von Bayern-Coach Hansi Flick und den Aderlass bei Eintracht Frankfurt geäußert. Außerdem sprach Carsten Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung, per Live-Schalte über die Quarantäne von Hertha BSC, die fortschreitende Genesung bei Keeper Rune Jarstein und Manager-Neuzugang Fredi Bobic. SPORT1 Experte Stefan Effenberg macht sich Sorgen über die vielen Trainer-Wechsel in der Bundesliga, Alfred Draxler würden den vielen Wechseln der Coachs gerne Einhalt gebieten. Die wichtigsten Aussagen des „CHECK24 Doppelpass“:

Armin Veh (Ex-Trainer u.a. von Stuttgart und Frankfurt sowie Ex-Geschäftsführer von Köln):

über Hansi Flicks Entscheidung, den FC Bayern zu verlassen: „Ich glaube nicht, dass sich Hansi so entschieden hat, weil er die Nationalmannschaft im Hintergrund hat. Ich habe selten so eine Harmonie zwischen einem Trainer und einer Mannschaft gesehen, das hat er überragend moderiert. Für mich ist es absolut konsequent, den Weg so zu gehen. Er hat für mich überragende Arbeit geleistet und kann Bayern erhobenen Hauptes verlassen.“

über Hansi Flick als Nachfolger von Jogi Löw: „Ich glaube, wir sind uns alle einig, dass er der Richtige wäre, wobei ich Lothar Matthäus im Endeffekt noch lieber gesehen hätte. Aber Hansi Flick ist die logische Konsequenz.“

über einen Nachfolger von Hansi Flick bei Bayern: „Ich könnte mir Arsene Wenger vorstellen. Er spricht deutsch, ist unheimlich erfahren.“

über den Wechsel von Frankfurt-Manager Fredi Bobic zu Hertha BSC: „Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass er bei der Eintracht bleibt, weil ich ja selber lange Zeit bei der Eintracht war. Aber Glückwunsch an Hertha, sie bekommen einen richtig guten Mann. Er kann etwas aufbauen, das hat er auch schon bewiesen, jetzt hat er noch mehr Erfahrung. Er geht gut mit den Leuten um.“

über den Wechsel von Frankfurt-Trainer Adi Hütter nach Gladbach: „Wenn Adi Hütter eine Ausstiegsklausel hat, dann verstößt er doch gegen nichts. Mir wäre es auch lieber gewesen, wenn er bei der Eintracht bleiben würde, weil er ein guter Mann ist, ein guter Trainer ist und Charisma hat. Aber er hat diese Ausstiegsklausel.“

über Kölns Pleite in Leverkusen: „Der FC hat gut gespielt, war teilweise die bessere Mannschaft. Was ihnen schon die ganze Zeit fehlt, ist jemand, der vorne das entscheidende Tor machen kann.“

Carsten Schmidt (Vorsitzender der Geschäftsführung von Hertha BSC):

über die Genesung von Keeper Rune Jarstein nach der Corona-Erkrankung: „Unser Torwart Rune Jarstein ist gestern aus dem Krankenhaus entlassen worden, und das ist die schönste Nachricht des Tages. Wenn man ins Krankenhaus kommt mit Corona, dann ist der erste Schritt eines Dramas leicht vorgezeichnet. Rune hatte Glück, Hochleistungssportler, er war in sehr guten Händen in der Charite in Berlin, und mein Dank gilt allen Ärzten und allen, die sich um Rune gekümmert haben.“

über Herthas Quarantäne im Abstiegskampf: „Durch diese Umstände haben wir keinen Vorteil dazugewonnen, das ist ganz klar. Ich würde aber nicht so weit gehen, dass wir uns mit dem Szenario abfinden, dass wir keine Chance mehr haben. Eigentlich herrscht bei uns die Stimmung: jetzt erst recht.“

über den neuen Manager Fredi Bobic: „Ich freue mich, dass Fredi zu uns kommt, weil er ein Vollprofi ist und für Hertha die Idealbesetzung ist. Unglaubliches Statement von ihm auch, in einer solchen sportlichen Lage von uns zu sagen: Ich gehe dahin, egal was passiert. Ich habe ihn schon immer sehr geschätzt und ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit. Ich bin mir sicher, dass wir im sportlichen Bereich die damit erhoffte große Verstärkung bekommen.“

Urs Meier (früherer WM-Schiedsrichter):

über Hansi Flicks Entscheidung, Bayern verlassen zu wollen: „Hansi Flick hat ganz klar gesagt, in welche Richtung es geht. Sein Herz wird sicher noch für Bayern schlagen, aber er will das nicht mehr machen. Er will weg, diese Beziehung ist beendet. Das kann man auch nicht mehr künstlich verlängern.“

über das nicht gegebene Last-Minute-Tor für Leipzig gegen Hoffenheim: „Das war keine Absicht, dass der Ball noch an die Hand gegangen ist. Aber die Spielregeln besagen ganz klar: Ein Tor, das mit der Hand erzielt wird, zählt nicht. Das wird auch im neuen Reglement ab 1. Juli so bleiben. Ob wir damit einverstanden sind oder nicht als Schiedsrichter, wir haben da keinen Spielraum.“

Stefan Effenberg (SPORT1 Experte):

über Flicks Entscheidung, Bayern verlassen zu wollen: „Hansi Flick sieht die Gefahr, auf die die Bayern in zwei oder drei Jahren hinsteuern. Wenn Hansi Flick in einer PK sagt, qualitativ ist der Kader in diesem Jahr nicht so gut wie im letzten Jahr, dann stimmt das ja zu 100 Prozent. Und er sieht die Gefahr, dass das in den nächsten Jahren nicht besser wird und deswegen ist die Entscheidung, auch sportlich gesehen, konsequent.“

über Julian Nagelsmann als möglichen Nachfolger von Hansi Flick: „Ich glaube, für Julian wäre es besser, wenn er seinen Vertrag in Leipzig bis 2023 erfüllt für seine Entwicklung. Bayern München ist noch mal eine ganz andere Kategorie. Ich glaube, es wäre besser für ihn in Leipzig zu bleiben und seinen Vertrag zu erfüllen.“

über Trainer-Hickhack in der Bundesliga: „Was mir wirklich Sorgen macht, dass wir mittlerweile fast nur noch über die Trainer reden, früher haben wir über die Spieler gesprochen. Rose, Hütter, Funkel, Flick. Das macht mir Sorgen, dass die Trainer so eine große Diskussion aufbrechen. Wir reden über Ablösesummen für Trainer…“

Alfred Draxler (SPORT1 Experte):

über die zahlreichen Trainer-Wechsel in der Bundesliga: „Der Trainer ist der wichtigste Mann im Klub und er muss auch der wichtigste Mann im Klub sein. Er muss die Leiplanken vorgeben. Er muss Vorbildfunktion haben. Bei den Spielern ist das gang und gäbe, wenn die Trainer jetzt auch noch anfangen, befürchte ich, dass irgendwann alle Dämme brechen und Verträge im Profifußball, gerade bei den Spielern, gar nichts mehr wert sind. Deswegen wäre ich dafür, Ausstiegsklauseln bei Trainern zu verbieten.“

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