Handball EM 2020: Deutschland im „Prozess der Weiterentwicklung“

Handball EM 2020 Frauen EHF EURO – DHB Deutschland – Foto: Sascha Klahn/DHB
Handball EM 2020 Frauen EHF EURO – DHB Deutschland – Foto: Sascha Klahn/DHB

Handball EM 2020 Frauen EHF EURO Dänemark, Vorrunde, Gruppe D, 2. Spieltag, Kolding: 

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Frauen steht nach dem „Arbeitssieg“ zum Auftakt gegen Rumänien am Sonnabend einem der Top-Favoriten des Turniers und Rekord-Champion Europas, Norwegen, im zweiten Match der Handball Europameisterschaft gegenüber.

Dabei zog sich in den Gesprächen mit deutschen Spielerinnen und Co-Trainer Alexander Koke ein Gedanke wie ein roter Faden: „Norwegen ist eine tolle Herausforderung und gibt uns die Möglichkeit der kollektiven Weiterentwicklung“, so der amtierende Head-Coach Koke.

Deutlich wurde aber auch, dass sich das DHB-Team gegen Norwegen deutlich steigern muss, um Zählbares aufs Punktekonto zu bekommen und damit Richtung Hauptrunde der Handball Europameisterschaft zu gehen.

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04.12.2020 – ZEPPI / Frank Zepp:

Handball EM 2020 Frauen EHF EURO Dänemark, Handball Europameisterschaft, Vorrunde, 2. SpieltagJulia Maidhof, die mit Alina Grijseels gegen Rumänien in der zweiten Halbzeit zur herausragenden Akteurin wurde, setzte diesen wichtigen Gedanken fort: „Norwegen bestraft eine zu hohe Fehlerquote gnadenlos. Da dürfen wir die Höhen und Tiefen nicht haben. Wir müssen möglichst auf hohem Niveau spielen und auf unsere Sachen konzentrieren. Wenn wir die Überraschung schaffen, könnten wir auch schon in die Hauptrunde einziehen.“

Die Kombination aus Selbstbewusstsein und Respekt offenbarten auch die anderen deutschen Spielerinnen vor dem Knaller-Match Deutschland gegen Norwegen am Sonnabend um 18:15 Uhr. Kapitänin Kim Naidzinavicius sagte, dass „wir so wenig Fehler wie möglich machen müssen, damit wir wie in Japan 2019 gegen Norwegen eine Chance haben. Als Mannschaft sind wir auch bei den Spielen ohne Zuschauer gefestigt. Mit der Siebenmeter-Quote waren wir nicht zufrieden. Wir haben aber sichere 7-Meter-Schützinnen in der Mannschaft.“

Julia Behnkes Optimismus liest sich folgendermaßen: „Norwegen ist eine sehr flinke Mannschaft mit einem starken Rückraum. Schlüsselposition ist Rückraum Mitte (Welthandballerin 2019 Stine Oftedal – d.R.). Wir sind in den letzten Jahren deutlich näher an Norwegen heran gekommen und haben gute Chancen.“

Alina Grijseels lobte Norwegen ebenfalls und meinte: „Sie haben eine unfassbar starke Mannschaft, gerade auch individuell und in der Breite. Wir wollen mit Selbstbewusstsein ans Spiel heran gehen. Wir brauchen uns nicht zu verstecken und versuchen, Punkte zu holen.“

Abschließend soll nochmals der Head-Coach Alexander Koke zu Wort kommen: „Norwegen spielt einen fantastischen Handball. Aus einer starken Deckung kommen sie ins schnelle Tempospiel, mit breiter Spielanlage und hoher individueller Qualität.“ Auf die Phasen mit den Leistungsabfällen angesprochen, entgegnete Koke: „Der Gegner kann auch Handball spielen. Oft sind es Kleinigkeiten, die nicht funktionieren. Das ist völlig normal. Aber wir müssen diese Phasen reduzieren. Wir brauchen eine klare Spielsteuerung von Rückraum Mitte. Wir müssen uns weiterentwickeln.“

Bundestrainer Henk Groener ist auf dem Weg zur Frauen-Nationalmannschaft nach Kolding. Das gestrige Testergebnis des 60-jährigen Niederländers ist negativ ausgefallen, sodass Groener nun nach Dänemark einreisen darf.

Ob Henk Groener im zweiten Vorrundenspiel gegen Norwegen (5. Dezember, 18.15 Uhr – live auf Sportdeutschland.TV) an der Seitenlinie stehen kann, ist noch offen. Nach Ankunft in Kolding muss der Frauen-Bundestrainer einen weiteren Corona-Test absolvieren und wird sich dann in Isolation begeben. Liegt das Testergebnis rechtzeitig vor, darf Groener vor der zweiten Partie in das direkte Umfeld der Mannschaft.

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